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Mit Erasmus+ nach Andalusien

Bericht der Schülerin Lea Winter aus der Klasse GÄO1, die innerhalb ihrer Ausbildung zur Gärtnerin (Fachrichtung Zierpflanzenbau, Emsflower in Emsbüren) kürzlich 4 Wochen ihrer Ausbildung in Spanien absolviert hat

 

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Für vier Wochen ging es für mich in ein kleines Dorf in Südspanien. Das 2.000-Seelendorf Santa Olalla del Cala liegt in der südspanischen Provinz Huelva, etwa 60 km nördlich von Andalusiens Hauptstadt Sevilla. Etwas außerhalb dieses Dorfes liegt die Dehesa San Francisco, welche von der Stiftung Fundacion Monte Mediterraneo bewirtschaftet wird.

 

 

Eine Dehesa ist eine Kulturlandschaft im Südwesten der Iberischen Halbinsel, die sich ursprünglich aus dem mediterranen Hartlaubwald durch Nutzung der Menschen entwickelt hat. Durch den Ackerbau und Tierhaltung entstand eine einzigartige Landschaft, geprägt durch Kork- und Steineichen, Wiesen und Weiden.

Die Ernte des Korks ist neben der Eichelmast der Ibericoschweine einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren einer Dehesa. Je nach Witterungsbedingungen kann der Kork nur alle 9-10 Jahre geerntet werden, welches ausschließlich per Hand geschieht.

 

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Gearbeitet wurde immer in kleinen Gruppen von etwa drei bis vier Leuten, eine Person fuhr bei den spanischen Mitarbeitern mit, um die Tiere zu füttern und anfallende Arbeiten zu erledigen. Unter anderen waren es Aufgaben wie Streichen der Ställe, die Gräben wieder ausheben, eine Kräuterschnecke bauen, eine Natursteinmauer wieder neu errichten, bei einem Gartenprojekt in Sevilla helfen und vieles mehr.

Der Arbeitstag begann um 8 Uhr und endete um 18 Uhr abends. Im Mittag wurde die typische `Siesta` gehalten. Da es im Sommer oft bis zu 40 Grad heiß wird, werden die Arbeitszeiten etwas anders gestaltet als wie wir es aus Deutschland kennen.

 

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In den vier Wochen stand die Unterkunft auf der Dehesa der Gruppe zur Verfügung. Jeder hatte sein eigenes Zimmer, aber dennoch wurde zusammen gekocht, gegessen und Spanisch gelernt. Bei der Verpflegung wurde auf biologische, regionale und saisonale Küche geachtet.

 

Dieses Projekt wurde durch das Programm Erasmus+ gefördert, wodurch jungen Menschen Augen und Ohren offen gehalten wer-den, damit sie weitere berufliche Erfahrungen gewinnen können.