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Ferienzeit ist Praktikumszeit im Technischen Gymnasium

 

Praktikum1

Während andere sich erholen, nutzen die Schülerinnen und Schüler des Technischen Gymnasiums die Sommermonate auch für das Ableisten ihres vierwöchigen Betriebspraktikums.

 

Die Erfahrungen in einem berufsnahen Tätigkeitsfeld helfen, betriebliche Arbeitsprozesse und Verfahren kennenzulernen. Das Praktikum erweitert so das Blickfeld und kann auch die kommende Unterrichtsarbeit positiv beeinflussen.

Während die Maschinenbauer sich hier in verschiedenen Firmen Kenntnisse von Metallbau, Mechanik und Konstruktionselementen aneignen, sind die Gestalter mit Werbung, Design oder architektonischen Aufgaben befasst. Eine Schülerin konnte das Praktikum in den USA ablegen; hier schildert sie ihre Erfahrungen:

 

"Ich hatte mir diese Idee eines Praktikums in den USA schon sehr lange im Hinterkopf gehalten und als es dann soweit war, meine Chance ergriffen und mein Praktikum in North Carolina absolviert. In North Carolina im Ort Biscoe ist das Unternehmen „KELLAM COMPANY CNC“, in welchem ich sehr freundlich aufgenommen wurde.
Viele der Aufgaben, die ich in der Firma übernehmen sollte, waren vorgegeben Über andere konnte man reden und Kompromisse finden, mit denen beide Seiten einverstanden waren. Die meisten meiner Aufträge waren fiktiv, wie zum Beispiel das Nachbauen des Logos der „Kellam Company CNC“ und das Konstruieren eines Redesigns der Firma und der beiden Hauptlieferanten „Grede LLC“ und „MSC“.

 

Eine sehr realitätsnahe Aufgabe erstreckte sich sogar über einige Wochen. Mir wurde schon am Ende der ersten Woche aufgetragen, eine PowerPoint Präsentation zu entwerfen, welche potentielle Kunden vom Service des Unternehmens überzeugen sollte. In der Präsentation wurde eine neu gelieferte Maschine vorgestellt, welche die Firma von anderen Firmen abheben sollte. Meine Aufgabe war es, die Arbeit der Maschine vom Tag der Lieferung an bis hin zur ersten produzierten Fabrikation zu begleiten und zu dokumentieren. Dieser Auftrag verlieh mir durch die hohe Wichtigkeit sehr viel Druck, welcher mich aber auch dazu antrieb, meine Aufgabe gut zu machen. Bei Bedarf konnte ich zu jeder Zeit mit den Mitarbeitern sprechen und mir Meinungen zu meinen Arbeiten einholen.                                                                      
Die Arbeitstage waren trotz der Länge, die ich aus den schulischen Verhältnissen nicht gewohnt war, sehr abwechslungsreich und spannend. Allerdings hatte ich zwischendurch immer auch ein wenig Zeit zum Durchatmen und Entspannen, da man, auch aus der Sicht meiner Mitarbeiter, den langen Tag nicht aushalten würde, wenn man unter Stress stünde. Da der Zeitunterschied zwischen Deutschland und North Carolina bei genau sechs Stunden liegt und die Arbeitstage zu lang waren, um meine Familie von zuhause aus anzurufen, nutzte ich die Mittagspause, um  dies zu tun.                        

 

Praktikum2

                                                                                                                    

Aber nicht nur während der Arbeit habe ich Erfahrungen gesammelt. Auch außerhalb der Arbeitszeiten habe ich viel erlebt. An den Wochenenden konnte ich mich entspannen und Amerika besser kennenlernen. An anderen Tagen konnte ich lustige Dinge unternehmen, die in Deutschland so nicht möglich wären, wie zum Beispiel Rafting in einem Wildwasserfluss oder Zip Lining in ungefähr  80 Metern Höhe.

 

Amerika war eine spannende Möglichkeit zu reisen, neue Eindrücke zu sammeln und meine englische Sprache zu verbessern, was mir nun auch in meinem Leistungskurs helfen wird. Ich möchte jeden, der mit dem Gedanken spielt, sein Praktikum im Ausland zu machen, dazu anregen, seine Idee zu verwirklichen. In einem fremden Land zu leben und zu arbeiten,  gibt einem die Möglichkeit, seine Kenntnisse zu erweitern und wichtige, aber auch interessante Erfahrungen in allen möglichen Bereichen zu sammeln.

 

Ich bin dankbar für die Chance, die mir auch dank der Schule nicht verwehrt blieb, mein Praktikum in den USA gemacht zu haben und hoffe, dass es noch viele weitere Schüler und Schülerinnen geben wird, die Ihre Chance nutzen und dann eine genauso tolle Zeit erleben werden."