

Operation gelungen, Patient lebt . . .
14. November 2011 17:06 Uhr | Quelle: Westfälische Nachrichten
Von einer "schweren Operation am offenen Herzen" habe er damals gesprochen, erinnerte Schulleiter Thomas Dues Landrat Thomas Kubendorff an dessen Worte zum Auftakt der Renovierung im Februar 2010. Heute sei der Patient wohlauf. "Wir haben die OP überlebt", freute sich Dues gestern bei der offiziellen Abschlussfeier der Sanierung. Eine glatte Untertreibung. Denn nach der Elf-Millionen-Euro- Rundumerneuerung stehen die Technischen Schulen des Kreises Steinfurt heute besser da denn je zuvor. Hell und freundlich präsentieren sich die einst so dunklen Räume und zahlreiche technische Finessen von Klimawänden bis zur Akustik-Optimierung verbessern die Lernbedingungen. "Es macht richtig Freude auf diese Schule zuzugehen und sich den Multifunktionsraum anzusehen", beschrieb Kubendorff seinen kleinen Dienstweg vom benachbarten Kreishaus zur Feierstunde. 7,5 Millionen Euro aus Mitteln des Konjunkturpakets II und 3,5 Millionen Euro aus eigener Tasche habe der Kreis "für die Bildung unserer Jugend" investiert - "ein enormer Einsatz, aber auch ein enormer Gewinn." Besonders freute den Landrat, dass der Kreis damit seine Strategie zur Bekämpfung des Fachkräftemangels intensiviere - und dass der vorgegebene Kostenrahmen eingehalten wurde, das fand Kubendorff natürlich auch gut.
Projektleiter Heinz Hermann erfuhr Lob von allen Seiten für seine Umsicht und sein Verständnis für die schulischen Belange. Seinerseits bedankte Heitmann sich für die "großartige Teamarbeit" und schilderte nochmals einige Grundprinzipien der Sanierung, wie die Kern-Idee, durch sechs neue Lichthöfe die alte Dunkelheit zu vertreiben. Für Heitmann war die Renovierung auch ein persönlicher Höhepunkt einer langen Berufslaufbahn: In wenigen Tagen geht er in den Ruhestand. Christoph Neuhaus als Sprecher der sechs Berufskollegs befand "locations have emotions" und philosophierte ein wenig über den raum, den gute Schule geben sollte. Hermann Gröning von der Bezirksregierung hob den einladenden Charakter des Hauses hervor und lobte den Kreis als Schulträger, der für alle seine Berufskollegs sehr viel Geld in die Hand genommen habe, um optimale Lernbedingungen zu schaffen. Am Ende gab es von Thomas Dues noch hausgefertigte Zeitmesser für die wichtigsten Sanierungs-Macher, Erinnerungen an Schüler, die zwei Tage in der Woche die Schulbank drückten und den Rest der Woche mit ihrer Ausbildungsfirma die Schule umbauten - "Lernen am lebendigen Objekt", sei das gewesen. Kaffee, Kuchen und ein ein Rundgang rundeten die Feier ab.
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