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Schule der Zukunft




Comenius

Versorgungstechnik

Versorgungstechnik           

 
Die früheren Gas- und Wasserinstallateure/innen und Zentralheizungs- und Lüftungsbauer/innen werden seit dem 1.08.2003 zu einem neuen Ausbildungsberuf zusammengefasst:

Anlagenmechaniker/in
für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik


Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und schließt mit einer Gesellenprüfung ab.
Die Klassenbezeichnungen lauten: MHSU, MHSM, MHSO bzw. MHSA !
Generelles Ziel der Ausbildung ist die Entwicklung einer umfassenden Handlungskompetenz, die insbesondere selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt.

Berufliche Perspektiven und Weiterbildungsmöglichkeiten
Nach dem erfolgreichen Berufsabschluss bestehen die Möglichkeiten der Meister- und Technikerausbildung sowie das Fachabitur mit anschließendem Fachhochschulstudium.
Je nach Begabung und Leistungsbereitschaft kann man nach entsprechender Weiterbildung eine Meister- oder Technikerprüfung ablegen. Der erfolgreiche Besuch der Klasse 12 der Fachoberschule berechtigt zum Studium an einer Fach- oder Gesamthochschule. So ist die Abschlussprüfung nicht das Ende einer Sackgasse, sondern Sprungbrett zum Erwerb weiterer Qualifikationen. Daher kann das Berufskolleg Steinfurt auf etliche Schüler zurückblicken, die heute als Diplom-Ingenieur im Handwerk oder in der Industrie eine Beschäftigung gefunden haben.
Berufsspezifische Bemerkungen
Die Berufsausbildung im Fachbereich Versorgungstechnik orientiert sich an dem Leitziel, junge Menschen, die Spaß an einem technischen Beruf haben, zu befähigen, in beruflichen und außerberuflichen Situationen verantwortungsvoll und sachgerecht zu handeln. Der künftige Geselle soll in der Lage sein, sich mit seinen erworbenen Fähigkeiten aktiv an der Gestaltung von Technik zu beteiligen.
Hierbei steht der Kunde im Mittelpunkt des Lernens. Die Zukunfts- bedeutsamkeit des Ausbildungsberufes ergibt sich aus der Möglichkeit, einerseits alternative Energiequellen (z.B. Sonnenenergie) zu erschließen, andererseits aber auch durch den Einsatz hochmoderner Wärmeerzeuger einen aktiven Beitrag zur Energieeinsparung und damit zum Umweltschutz zu leisten.
Lernbereiche
Konzeptionell liegen dem Unterricht 16 Lernfelder zu Grunde. Jedem Lernfeld ist ein Bündelungsfach zugeordnet:

Arbeitsplanung
Das Fach fasst alle Lernfelder zusammen, deren Schwerpunkte in der Vorbereitung von Montage, Inbetriebnahme, Funktionskontrolle und Übergabe einfacher bis komplexer versorgungstechnischer Baugruppen und Anlagen liegen.

Anlagenanalyse
Das Fach fasst alle Lernfelder zusammen, deren Schwerpunkte Auswahl, Funktionsanalyse, Bewertung und Optimierung von Teil- und Gesamtsystemen sind.

Kundendienst
Das Fach fasst alle Lernfelder zusammen, deren Schwerpunkte Service, Wartung, Instandsetzung und Modernisierung von Anlagen sind.

Unterrichtsfächer

Versorgungstechnik
Berufsübergreifender Lernbereich Berufsbezogener Lernbereich
Deutsch/Kommunikation
Religionslehre
Sport/Gesundheitsförderung
Politik/Gesellschaftslehre
Wirtschaft- und Betriebslehre
Arbeitsplanung
Anlagenanalyse
Kundendienst
Fremdsprache

Unterrichtsorganisation und Abschlüsse
Der Unterricht wird in Teilzeitform an ein- bzw. zwei Wochentagen erteilt. Üblich sind 90-Minuten-Unterrichtseinheiten, die je nach Lernsituation in Klassen- oder in speziell mit technischer Ausstattung eingerichteten Fachräumen stattfinden.
Die Ausbildungsdauer beträgt 3,5 Jahre, kann aber bei entsprechender Leistung um ein halbes Jahr gekürzt werden.
Die Schüler erhalten am Ende eines Schuljahres ein Jahreszeugnis. Bei erfolgreich durchlaufendem Bildungsgang wird am Ende der Ausbildung ein Abschlusszeugnis erteilt und der Berufsschulabschluss zuerkannt.
Mit dem Abschlusszeugnis kann unter bestimmten Voraussetzungen die Gleichwertigkeit mit folgenden Abschlüssen bescheinigt werden:
  • Sek.I Hauptschulabschluss nach Klasse 10
  • Sek.I Fachoberschulreife

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